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Elbrus LIVE TICKER
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Livebericht vom Dienstag, 04.05.2010 Nachdem wir einen Tag wegen Schlechtwetters verloren haben, sind wir heute Morgen zum Gipfel des Elbrus aufgebrochen. 3, Rene, Michael und ich starten bereits sehr früh vom Karabaschi Camp. Wir wollen den Berg von hieraus, von 3700 m besteigen. Karl, Gerd und Christian nehmen es etwas legerer und kommen 2 Stunden später einer Schneeraupe nach. Das heißt dass man einen Shuttle bis auf 4500 m nehmen kann. Karl, der sich nicht so fit fühlte, bevorzugt auf den Berg zu verzichten. Alle anderen, Gerd, Christian, Michael, Rene und ich erreichen bei schönem, aber kaltem Wetter um 13.30 den Gipfel. Alle sind gesund und wohlauf und freuen sich wieder auf die Heimat!
Mit freundlichen Grüßen vom Gipfel des Elbrus Das Seven Summit Collection Team Livebericht vom Montag, 03.05.2010 Heute hätte unser Gipfeltag sein sollen. Nachdem sich der Sonntag kontinuierlich verschlechtert hatte, das Barometer aber nur leicht gesunken ist waren wir immer noch frohen Mutes den Gipfel doch noch in Angriff zu nehmen. Nachdem uns Liza für russische Verhältnisse eine gute „Pasta“ serviert hat und wir den ganzen Tag Tee in rauen mengen Tee in uns reingeschüttet haben, gehen wir mit Vorfreude auf dem Gipfel in unsere Koyen zum schlafen. Alle fühlen sich wohl. Niemand hat Kopfweh, zudem haben alle ausgezeichnete Puls und Blutsauerstoffwerte. Lediglich der Karl hinkt ein wenig hinterher. Er sollte aber vom nicht folgenden Gipfel versuch profitieren. Gesagt getan. Um 2.45 Uhr stehen wir auf, tragen unsere gepackten Rücksäcke in die Küche. Gleich hinter uns öffnet sich ein weiteres mal die Tür. Es schreitet Liza über die Türschwelle. Ihr Optimismus scheit getrübt zu sein. Auf nachfrage meint sie das dass Wetter nicht sicher genug für den Elbrus sei. Eine weitere Wetterkontrolle um 6 bringt uns zum selben Schluss. Um halb acht sieht es aus als ob sich das Wetter bessern würde. Zu spät. Ein weiterer Rastag zwingt uns zur Untätigkeit. Diesen nutzen Rene und ich 1500 hm ins Tal abzufahren und eine kleine Besorgungen zu tätigen. Gleich fellen wir wieder auf und steigen wieder hoch auf das Karabachi Camp. Dieser Tag zwingt uns bereits zu keinen Korrekturen im Ablauf unserer Tour. Neuer Plan. Heute Ruhe. 4. Mai: Ab 3 Uhr beginnen wir den Aufstieg zum Gipfel. Dann hoffentlich bei stabiler Wetterlage. Abends eine weitere Übernachtung im Camp. 5. Mai: 5 Uhr morgen Frühstück. 6 Uhr abfahrt mit schwerem Gepäck ins Tal. 7 Uhr Transfer zum Flughafen M. V. 12:45 Flug in die Hauptstadt Moskau. Haltet uns die Daumen. Mit freundlichen Grüßen aus Terskol Das Seven Summit Collection Team Livebericht vom Freitag, 30.04.2010 Auf los geht’s los. Ab heute sollte es ernst werden. Hoffentlich nicht zu ernst. Jedenfalls präsentiert sich das Wetter heute am Elbrus als Kaiserwetter. Ungetrübter Sonnenschein strahlt von wolkenlosem, stahlblauem Russischen Berghimmel, gerade so als wäre es nie anders gewesen. Mit der Bergbahn, wohlgemerkt Russischer Bauart schweben wir vom Talschluss des Baskan Valley bis auf 3450 m bis zu Bergstation mit dem außerirdischem Namen Mir. Für den Anfang eigentlich zu Hoch. Leider haben wir keine andere Wahl da das vorgesehene Programm den Gegebenheiten angepasst werden musste. Langsam, sehr langsam lenken wir unsere Felle zu unserem Basislager, dem Lager Karabashi. Nach einer Stunde erreichen wir dieses auf 3700 m. Hier treffen wir Marco und seinen Freund die den Gipfel einen Tag vorher erreicht haben. Zügig werden alle wichtigen Informationen den Berg betreffend ausgetauscht. Wir vereinbaren dass wir heute Abend in unserem Hotel ihren Gipfelsieg feiern wollen. Auf uns wartet noch die Aufgabe auf die Priut Hütte zu steigen. Nachdem wir anständig „merendet“ und ausgiebig Flüssigkeit nachgetankt haben, machen wir uns auf dem Weg nach oben. Wieder langsam, sehr langsam stiegen wir weiter in Richtung Priut. Heute nur „net hudlen“, es ist unser ersten Tag in großer Höhe. Gnadenlos sucht die Sonne den Weg auf ungeschützte Hautpartien. Schließlich erreichen wir Priut auf 4050 m. Wetter und Verhältnisse am Berg würden einladen noch heute auf den Gipfel zu steigen. Der Schein trügt. Die Luft ist doch schneidend kühl und der Luftdruck beträgt auch nur mehr um die 600 mbar. Die Luft würde uns sehr schnell ausgehen. Und da war ja noch der Abend im Hotel… Rückseitig fahren wir ein breites Becken in traumhafter Elbruslandschaft 1700 hm ab ins Tal. Von Anfangs Bruchharsch bis zu allermeist perfekten Firn, gegen Schluss ein wenig Firn wurde alles geboten. Unser Plan: 1. Mai: Aufstieg bis zu den Pastukov Rocks. 4700 m 2. Mai: Pausetag 3. Mai: Sehr früh morgens beginn mit den Aufstieg auf das Dach Europas 4. Mai: Rückkehr ins Tal nach Terskol. Erholung und Pause Mit freundlichen Grüßen aus Terskol Das Seven Summit Collection Team Livebericht vom Donnerstag, 29.04.2010 Nach einer problemlosen Reise haben wir nun unseren Ausgangspunkt für die Elbrus Besteigung, das hinterste Baskan Valley erreicht und den Ausgangspunkt für den Elbrus erreicht. Das Wetter hat uns mit traumhaften, wolkenlosen Himmel unterm Kaukasus begrüßt. Wenn es so bleiben würde... Auf alles Fälle sind wir jetzt hier und stehen mit Mann und Gerät vollzählig unterm Berg. Was für sich bereits ein Erfolg ist. Auf der Fahrt ins Gebirge hat mich Liza, unsere lokale Agentin per Telefon begrüßt. Sie wusste mir zu berichten dass mein Freund Maco Sala mit eine mini Expedition heute am Elbrus erfolgreich war. Was uns für den Moment den nötigen Auftrieb und einen gewissen kik verleiht hat.
Mit freundlichen Grüßen aus Terskol Das Seven Summit Collection Team
Vorbericht The Seven Summit Collection Team Das Seven Summit Collection Team startet wieder zu Expeditionen. Jeweils die höchsten Gipfel zweier Kontinente sind das Ziel: Der Elbrus in Russland, an der Grenze zu Georgien, 5642 m hoch, und der Mount Mc Kinley, 6195 m hoch, in Nord Amerika gelegen. Beide Gipfel überragen die Spitzen der sie umgebenden Bergketten bei weitem. Sechs Bergsteiger, 4 Südtiroler und 2 Münchner, unter der Leitung von Bergführer Helmut Kritzinger und dem Expeditionsveranstalter Arc Alpin, möchten Anfang Mai in den Natur belassenen, aber politisch unruhigen Kaukasus fahren. Organisatorisch ist Russland auch nach Glasnost und Perestroika schwierig zu bereisen. Nachdem wir die Einreise-Spielregeln des Riesenreiches akzeptiert haben, möchten wir uns nun auf das Wesentliche, die Besteigung des Gipfels, konzentrieren. Geplant ist eine Besteigung mit Skiern. Allerdings werden wir uns mit dem Problem Schneemangel auf dem Gletscher konfrontiert sehen. Anderen Bergsteigern zufolge soll auf den Steilstücken des Gletschers heuer wenig Schnee liegen. Das würde bedeuten, dass wir diese Passagen mit den Steigeisen begehen müssten. Eine 3500 Höhenmeter Abfahrt ins Tal nach Terskol soll unser Bemühen belohnen. Der Elbrus zählt im Ranking der Seven Summit zu den einfachen Berggipfeln. Ende Mai, im Anschluss an den Elbrus, planen Helmut Kritzinger und Arc Alpin aus Völs eine weitere Expedition auf den Mont Mc. Kinley in Alaska. Dieser Berg ist mit mehreren Superlativen behaftet. Einer davon lautet „Kältester Berg der Welt“, „Schlechtwetterberg“ wiederum ein anderer. Objektiv ist der Denali, wie er liebevoll von den Einheimischen und den Inuits genannt wird, der höchste Berg Nordamerikas. Zur Hälfte wird der Berg mit Skiern bestiegen und die Steilstücke mit Steigeisen. Im Ranking um die Seven Summit gilt der Mc. Kinley als der am schwersten zu besteigende Seven Summit. Der Traum wäre beide Berge, nacheinander erfolgreich zu besteigen. Sollte dies gelingen, spielen wir mit dem Gedanken im Jahr 2011 mit dem Everest unseren letzten der Seven Summit zu besteigen. Was bedeuten würde, dass nach 1986 mit Reinhold Messner weitere Südtiroler eine der beleibtesten Sammlungen der Welt, den Reigen der Seven Summit, vervollständigen würden.
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