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Mount Mc Kinley
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Eine Gruppe von Freunden, alles starke Männern, starten zum Mount Mc Kinley
Das Seven Summit Collection Team brach am 24. Mai 2009 zu ihrer nächsten Expedition auf. Dieses sechs Mann starke Team sammelte nun schon seit einigen Jahren jeweils den höchsten Gipfel auf jedem Kontinent der Erde. Mount Elbrus (Europa), Mount Kilimanjaro (Afrika), Carstensz Pyramide (Ostasien), Mount Vinson (Antarktis) und Aconcagua (Südamerika) sind bereits im Gipfelalbum verewigt.
Der Mount Mc Kinley (Nordamerika), der 6. der 7 Summit Sammler Gruppe, standt an. Auf 6194m erwarteten die Bergsteiger unwirtliche Verhältnisse, karge Verpflegung, wochenlanges Ausharren in Zelten.
Und was gefällt ihnen daran? Ein Teilnehmer bringt es auf den Punkt: „Wir sind im Sog der Seven Summit. Nummer 6, eine magische Zahl und unwiderstehliche Herausforderung. Es gibt kein Zurück.“
Helmut sieht die Gruppe gut vorbereitet: „Aber die Rückzugstrategie, falls notwendig, steht.“
Statistisch gesehen erreichen diesen Berg 35% der Anwärter. Es wurde also beinhart. Zudem standen die Mitglieder der Gruppe unter Erfolgsdruck, weil sie bis dato alle anderen Gipfel der höchsten Berge der Welt beim ersten Versuch bestiegen haben.
Mount Mc Kinley Live-Ticker (hier können Sie Live und täglich unseren Tagebericht nachlesen)
Sonntag, 24. Mai: Abflug mit Sack und Pack, voller Erwartung und leichtem Kribbeln im Bauch geht es mit dem Flugzeug Richtung Alas-ka.
Dienstag, 26. Mai: Start von Anchorage nach Talkeetna: Es wird langsam ernst. Demnaechst checken wir mir mit unserer umfangreichen Ausruestung aus unserem liebgewonnen Nest des Farilield in Hotel aus, um nun einer neuen Unbekannten entgegen zu fahren. Noch fahren wir. Doch dann wird es bald unbequem werden. Mit 330 kg Reisegepaeck fuer 6 Mann ist man weder schnell noch flexibel.
Zuvor muessen wir allerdings noch durch das gefuerchtetet Breifing der Park Ranger. Dort wird man auf Naht und Nieren geprueft, sodass man deren Betsigunskonzept genau kennt und befolgt. Dies positiv bestanden, fahren wir weiter zum Hangar der Talkeentnaair. Fuer heute abend haben sie uns den "Bunker" zugedacht. Das heisst eine Nacht im Schlafsack mit Dusche irgendwo nebenan.
Am 27.5, falls das wetter flugtauglich ist liefliegt uns eine alte bekannte, eine Tween Otter Maschine ins BC (Base Camp) auf 2250m. Ab hier sind wir dann auf uns gestellt. Mann fuer Mann. Der Wetterbericht bis Sonntag soll bescheiden bis schlecht sein. Trotzdem sagt TAT dass wir bei der jetztigen Wetterlage morgen fliegen koennen. Was sehr wichtig ist. Wuerde sich das Wetter weiter verschlechtern, koennten die Piloten nicht fliegen und wir waeren zum Nichtstun verdammt. So ist es besser auf dem Geltscher zu sein und sich zu akklimatisieren und uns vielleicht bereits langsam mit unseren Schlitten in richtung Berg zu bewegen.
Grusse an zu Hause
Montag, 1. Juni: das Seven Summit Collection Team ist guter Dinge, sitzt alledings auf etwa 3500 m fest. Helmut sagt, dass schlechtes Wetter den weiteren Aufstieg nicht zulässt. Lager 4 ist eingerichtet, Essenvorräte müssten reichen, aber die Zeit tot schlagen ist ein Problem. Der Wetterbericht gibt erst wieder ab Donnerstag Aufhellungen. Na dann viel Spaß beim Teewasser kochen!
Dienstag, 2. Juni: weitere Infos aus dem Mt. McKinley-Lager: Heute haben wir uns trotz sehr schlechter Witterung mit Schneegesäusel bei geringer Sicht auf 4300m vorgearbeitet. Nun soll das Materialdepot von Lager 4 vorgeschoben werden, auf etwa diese Höhe. Dann erwarten uns weitere 2 Tage für die Akklimatisation. Die Moral unserer Truppe ist nach wie vor gut, der Zeitplan passt und Ende dieser Woche wird dann ein Gipfel-Versuch gestartet. Auf geht´s!
Freitag, 5. Juni: wir sind jetzt im High Camp, im Hochlager, angelangt und bringen jetzt alles rauf, was wir zum Gipfelversuch benötigen. Dann brauchen wir unbedingt einen Pausetag. Das Wetter hat sich in der Zwischenzeit gebessert und wir haben die Info aus Fairbanks, Alas-ka und von Karl Gabel aus Innsbruck bekommen, dass Samstag/Sonntag mögliche Gipfeltage sein könnten. Also beginnt der absolute Run on top. Eingie Expeditionen warten schon mehr als 10 Tage auf solch einen Tag. Wir haben bis jetzt keinen Tag verloren, sondern jeden optimal genutzt. also: wir kommen!
Sonntag, 7. Juni: Es ist heute klirrend kalt. bei -25° kriechen wir gegen neun Uhr aus den Zelten und sehen zum ersten mal nach langer Zeit etwas Sonnenschein. Wir sind jetzt in den Startlöchern und warten nur auf den richtigen Moment, um Richtung Gipfel zu steigen. Wenn wir jetzt für ca. 48 Stunden gutes Wetter haben, könnten wir es schaffen. Allerdings haben wir ganz schön viele Mitstreiter (an die 150 Bergsteiger würde ich schätzen), die dann ebenfalls nach oben drängen. Da kann es an den Fixseilen schon ganz schön eng werden. Who cares, take it easy! Wünscht uns Glück!
Dienstag, 9. Juni: Der Gipfel ist unser. In 27 stunden non-stop haben wir den Mt. McKinley bestiegen. Wir sind so unbeschreiblich froh, ja selig, erlöst, alles auf einmal. Es war eine Wahnsinns - Schufterei. Ein 8000er kann nicht schwerer sein. Wir sind zwar physich geschafft, aber wir springen rum, weil wir psychisch völlig oben drüber schweben! Wir hatten eine Glückssträhne und diese sofort genutzt: Wetter gut, Verhältnisse gut, wir fit und dann haben wir unsere Mission erfüllt!"
Some comments in english: "finally all our pain has an end. We arrived on top of mt mc kinley. All of us! A 27 hour non-stop trip led us to success. we are happy, blessed, high, all in one, beyond words. We were just lucky: good weather conditions, perfect snow situation, healthy and motivated. What else!? Now we have fullfilled our mission!
Donnerstag, 11. Juni: Hallo liebe Bergfreunde, jetzt kann uns nichts mehr erschüttern. Wir sind eindeutig starke Männer. Everest, wir kommen, ha! Wir feiern nun schon den dritten Tag unseren unglaublichen Gipfelgang und versuchen unseren Adrenalinspiegel wieder einigermaßen zurecht zu rücken. Endlich können wir wieder an einem Tisch sitzen, ohne Windpfeifen um den Ohren und genießen Steaks, so richtig zum reinbeißen (und so manches andere!). Grüße an Zuhause!
Hello mountain freaks, we are the best, we are really taff men. Can´t wait for everest, ha. We are celebrating our peak for three days now, and we have a hard time to control our adrenalin level! Finally we are able to sit on a table again, enjoying good steaks and a lot of things more. Love and greetings at home.
Webmaster: Klaus Geiger |
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